Eins zwei drei WIR

Was Gemeinschaft kann

Ausgewählt von Martha Schoknecht


Diogenes Tapir, 2025

ISBN: 978-3-257-07341-6

301 S. 


Darum geht's:
In dem Buch sind Texte, Kurzgeschichten und Essays von Autorinnen und Autoren wie zum Beispiel Tabea Steiner, Erich Hackl, Nora Zukker, Mareike Fallwickl, Stefanie Jaksch und noch vielen mehr versammelt. Der gemeinsame Nenner aller Geschichten ist die Gemeinschaft, das WIR, das in unterschiedlichen Kontext gesetzt wird. Die Autorinnen halten dabei einige Überraschungen für uns Lesende bereit und kreisen ihre Erzählungen um Themen, die wir so nicht erwarten würden. 

"Falls die Religionen der Zukunft einem solchen Miteinander entspringen, falls sie aus Fandom und gemeinsamer Bewunderung entstehen, dann ist das in meinen Augen eine durchaus interessante Entwicklung." Mareike Fallwickl in Pfarrer Gustl, Taylor Swift und ich. (S. 117)

"Denn was immer kommt, wir können uns trotz allem immer füreinander entscheiden." Stefanie Jaksch in Drill, Baby, drill. (S. 300)


So geht's mir dabei: Gemeinschaft. Ein Thema, das mir unter den Nägeln brennt. WIR, ein Wort, das zunehmend an Bedeutung gewinnt in dieser unfassbaren Zeit, in der wir leben. Dabei geht es in erster Linie um ein Gefühl, um Emotion, um Wärme, um Hoffnung. Ich sage es offen: Ich habe (noch) nicht alle Geschichten gelesen, weil ich ein Buch mit Kurzgeschichten immer unregelmäßig lese. Oft zwischen zwei Romanen, wenn ich noch zu sehr in einer Geschichte hänge, um mich auf eine neue einlassen zu können zum Beispiel. Manchmal auch, wenn ich während einer Mahlzeit Zeit zum Lesen habe. 

Die Geschichten, die ich aus diesem Buch bereits gelesen habe, waren allesamt von Autorinnen und ich empfand sie als wahre Bereicherung und vor allem als Hoffnungsschimmer in einer doch sehr trostlosen Zeit. Dabei geht es um die Gemeinschaft im Kleinen und um eine Gemeinschaft, die tausende Menschen umfasst, die für dasselbe einsteht. Es geht um eine Gemeinschaft, die einem so viel geben kann, obwohl man im Grunde gar nicht dazugehören will und es geht vor allem darum, was wir zusammen Gutes erreichen können. Das Buch inhaltlich zusammenfassen ist schwer, weil sich alle Geschichten um so unterschiedliche Schauplätze, Protagonistinnen und Ereignisse drehen. Aber es lohnt sich sehr: Hineinzulesen und sich immer wieder eine der Geschichten zu Gemüte zu führen, um zu verstehen und daran erinnert zu werden, wie wichtig Gemeinschaft ist und was ein WIR alles kann. 

"Das größte Unglück ist es, aus der Gemeinsacht der Lebenden zu scheiden, bevor man stirbt. Lucius Annaeus Seneca" S. 21 

Geht's kurz und knapp? Ein Buch darüber, wie wichtig es ist, einer Gemeinschaft anzugehören und was Gemeinschaft für Auswirkungen auf Individuen hat.  

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Diogenes Verlag

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