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Es werden Posts vom April, 2019 angezeigt.

Wenn in den Bergen die Luft zum Atmen fehlt

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Stoifberg, Niko. Dort
Darum geht's: Sebi sieht eine Frau, Lydia, die ihn auf der Stelle fasziniert. Ihn trifft es, wie ein Blitz. Er muss diese Frau kennen lernen. Ohne recht zu wissen, was er selbst vor hat, geht er ihr und dem kleinen Kind an ihrer Seite fürs Erste einfach nach. In der Hoffnung, dass sich eine Gelegenheit ergibt, bei der er sie ansprechen kann. Diese Gelegenheit will sich aber nicht so recht ergeben, bis sie mit dem kleinen Jungen am See ist, einen Schwan füttert und ihr Handy läutet. Da kommt ihm die absurde Idee, das Kind in den See zu stoßen, um es dann zu retten und vor ihr als "Held" dazustehen.  "Der Kleine schaut mich fragend an, greift nach dem Brot, und ich nach ihm. Ich fasse ihn um seinen Bauch und stoße ihn vom Mauerrand. Er klatscht auf - leiser als erwartet. Weder hat der Bub geschrien, noch hat sie sich umgedreht, noch kann ich sehen, was sich vor der Mauer unter mir abspielt." (S. 18) Und nun geht alles schief. Die Rettungsakt…

Ein Teenager inmitten der Waffen

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Clement, Jennifer
Gun Love
Darum geht's: Eine 14 jährige wächst in einer Wohnwagensiedlung auf. Sie lebt dort mit ihrer Mutter in einem Auto. Die Mutter, Margot, eigentlich aus einer sehr wohlhabenden Familie, hat ihren Eltern ihre Schwangerschaft, ja sogar die Geburt des Babys verschwiegen und ist von zu Hause weggerannt. Beinahe mittellos findet sie die vorübergehende Bleibe in einem Ford Mercury. Aus "vorübergehend" werden 14 Jahre. Das Mädchen, Pearl, erzählt in Gun Love von ihrem Leben mit ihrer Mutter, die sie verehrt, die ihr Ein und Alles ist. Ihre Mutter besitzt die besondere Fähigkeit in das Innere der Menschen zu sehen.
"And she could see into me too. Once she said, Baby, Pearl, don't love me so much. I'm not worth it." (S.24)
Selbst eine begnadete Pianistin, drückt sie sich immer wieder in Songs und Songtexten aus. Das Leben in dem 'Trailerpark' wird bestimmt von einem zwar sehr ärmlichen aber abgesehen davon, von einem recht normalen…

Die Angst vor dem Fremden

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Grond, Walter Sommer ohne Abschied
Darum geht's: Ein Paar zieht mit seinen 2 Kindern von Wien in eine Kleinstadt in der Provinz.  "In der Großstadt war uns alles zu viel und zu schnell und zu unübersichtlich geworden." S. 13 Obwohl Alex und seine Frau versuchen, sich in das Leben der Kleinstadt zu involvieren und mit den Bewohnern in Kontakt zu treten, werden sie von allen erst einmal argwöhnisch betrachtet und ausgeschlossen. Ohne Umschweife wird ihnen verdeutlicht, wie wenig willkommen sie hier sind. Einzig Roland, eine nicht wenig bedeutende Person in diesem Ort, findet Alex interessant und es entwickelt sich so etwas wie eine Freundschaft. Auch die Frauen der beiden kommen sich langsam näher. "Meine Frau begann öfter nach Wien zu fahren, auch mit Therese abends auszugehen, und schloss sich schließlich einer kleinen Frauenrunde an, die wöchentlich in einem anderen Haus ein Abendessen zelebrierte und, wie es hieß, Frauendinge besprach." S. 61 Bis dahin hatten…