Drei Tage im Schnee
Bhatter, Ina
Roman
Kiepenheuer & Witsch Verlag, 2025
ISBN: 978-3-462-00947-7
169 S.
Darum geht's: Hannah, eine junge Frau, die ein turbulentes Großstadtleben führt, sehr viel arbeitet, von Termin zu Termin hetzt und kaum Zeit für sich selbst findet, nimmt sich spontan eine Auszeit. Drei Tage will sie in einem kleinen Holzhaus an einem See verbringen, umgeben von verschneiter Winterlandschaft und nichts als Ruhe und Einsamkeit. Dort angekommen begegnet sie bei einem Spaziergang einem Kind. Hannah freundet sich mit der kleinen Sophie an, spielt mit ihr im Schnee, baut ein Iglu, trinkt heiße Schokolade. Viele Aussagen des Kindes stimmen Hannah nachdenklich und sie merkt nach und nach, worauf es im Leben ankommt, was sie im Alltag vernachlässigt, worauf sie sich wieder mehr besinnen will.
"Staunen, so schien es, war etwas, das man nicht tat, wenn man groß war. Kein Erwachsener würde minutenlang fasziniert am Straßenrand stehen bleiben, um zu beobachten, wie der Feuerkäfer übers Pflaster krabbelt." (S. 45)
So geht's mir dabei: Ein kleiner, ruhiger Roman in einem winterlich gemütlichen Setting, der die Lesenden einlädt, inne zu halten und einen Blick auf das eigene Leben zu werfen. Viele der "Weisheiten", die das Kind von sich gibt, kenne ich bereits aus verschiedenen Büchern, Ratgebern und dergleichen und ich fand es beim Lesen manchmal nicht stimmig, diese Worte aus einem Kindermund zu "hören". Das hat mich an manchen Stellen ein wenig gestört und an Distanz zur Geschichte gewinnen lassen.
Abgesehen davon ist es eine nette Geschichte über den Sinn des Lebens. Teilweise kam es mir mehr wie ein Ratgeber als ein Roman vor, aber das ist vielleicht auch Absicht.
Geht's kurz und knapp? Ich finde, das ist ein nettes Buchgeschenk. Vor allem für Menschen, die vielleicht gerade eine philosophische Seite an sich entdecken oder in ihrem stressigen Alltag gerne etwas ändern würden.
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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den KIWI-Verlag.

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