DEEP END - Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe

Hazelwood, Ali

Aus dem Amerikanischen von Anna Julia Strüh

Roman
rütten & loening I Aufbau Verlage, 2025
ISBN: 978-3-352-01008-8
554 Seiten

Tropes

  • secret hookups
  • sports romance
  • he falls first
  • friends with benefits
  • college setting
  • best friends ex
  • secret relationship
  • diver x swimmer


Darum geht's:
Scarlett ist eine erfolgreiche Nachwuchs-Turmspringerin, die schon unzählige Preise gewonnen hat. Doch seit sie bei einem Wettkampf einen Unfall und davon eine schwere Sportverletzung hatte, ist sie traumatisiert und scheint nicht darüber hinwegzukommen - obwohl körperlich eigentlich alles wieder verheilt wäre. Sie zieht sich zurück, ist noch introvertierter als sonst und versucht, sich komplett auf ihr Studium und ihr Training zu konzentrieren. Sie hofft, mithilfe von psychologischer Betreuung ihren Weg zurück an die Spitze zu finden. 

Lukas Blomquist, ein schwedisches Schwimm-Ass, studiert ebenfalls an der Stanford University. Er räumt sämtliche Medaillen ab, gewinnt in seiner Disziplin einfach alles und das scheinbar mühe- und auch emotionslos. Er hat sich soeben von seiner Freundin Pen getrennt, die mit der Zeit die beste Freundin von Scarlett wird. Pen ist es auch, die auf einer Party vorschlägt, Lukas und Scarlett sollten sich "zusammentun", da sie dieselben se*uellen Vorlieben haben. Was beide anfänglich peinlich berührt abtun wird zur konkreten Idee. Dabei soll es nur darum gehen, sich gegenseitig auszuprobieren. Ohne Gefühle. Ganz geht der Plan aber schließlich nicht auf. 

"Weißt du was? Du hast recht. Wir sollten uns einfach dazu bekennen."
"Ja, sollten wir."
"Einer von uns steht auf ... Peitschen?"
"Und der andere darauf, Arzt zu spielen."
"Nur zwei ganz gewöhnliche Freaks."
"Hier gibt es nichts zu sehen."
Wir tauschen ein kleines Lächeln aus. Privat. Intim. "Vielleicht hatte Pen recht", überlege ich. 
(S. 101)

So geht's mir dabei: Puh...ich bin hin und hergerissen. Der Schreibstil von Ali Hazelwood ist  ohne Zweifel grandios. Außerdem fand ich es so spannend, Einblick in das Training und die Herausforderungen des Turmspring-Teams zu nehmen - eine Sportart, die mir wirklich völlig unbekannt ist. College-Setting finde ich ohnehin immer genial und ich hatte auch Lust auf Romance. 

Aber: Mich hat dieses ewige Tiefstapeln von Scarlett so genervt. Sogar wenn sie erfährt, dass sie in einem Fach die Beste ist, redet sie nur davon, was sie alles nicht kann. Das war wirklich mühsam, wenn auch aufgrund ihrer Vergangenheit irgendwie nachvollziehbar. 

Außerdem: Mir ist es egal, wenn "spicy" Stellen im Buch sind. Mir ist es auch noch egal, wenn es in die Richtung geht, die hier eingeschlagen wird (K*nk, B*SM), aber diese derbe Sprache bräuchte es nicht permanent. Sogar wenn ihr beim Training versehentlich das Top verrutscht, sieht man nicht ihre Brust, sondern ihre Ti**en. Das muss nicht sein, das verlangt auch die Story nicht und das fand ich unpassend. Außerdem kriege ich die Figur von Lukas nicht zu fassen. Sein Charakter und seine Emotionen stehen für mich in so krassem Gegensatz, das ergab für mich keine greifbare Persönlichkeit. 

Darum habe ich irgendwann eher genervt weitergelesen und nur noch die Szenen beim Training und bei den Wettkämpfen genossen. Schade, denn ich bin wirklich ein Ali Hazelwood-Fangirl, aber dieses Buch konnte mich nicht vollständig überzeugen. 

Geht's kurz und knapp? Sportsromance finde ich gut und den Schreibstil von Ali Hazelwood liebe ich. Die spicy Szenen waren mir "too much" und die Sprache in dieser Hinsicht zu derb. 

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